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Der Potsdamer Genossenschaftstag 2026

4. September 2026 

Genossenschaftliches Wohnen in Potsdam:

gestern, heute, morgen

Um das vielfältige genossenschaftliche Wohnen in Potsdam erfahrbar zu machen, lud der Potsdamer Genossenschaftstag am 4. September zu einem Fahrradkorso durch die Stadt.

Startpunkt für die rund 80 Teilnehmenden war die historische Siedlung am Schillerplatz der WBG Potsdam-West aus den 1930er Jahren, wo Vorständin Grit Liebert anhand der kostspieligen Sanierung zweier Balkone verdeutlichte, welche Herausforderung der Denkmalschutz gerade für kleinere Genossenschaften darstellt.

 

Die zweite Station, die „Lange Schlange“ an der Havelbucht, zeigte auf, welche Qualität der Wohnungsbau der DDR in den 1980ern noch heute hat, wenn er, wie hier durch die WG „Karl Marx“ eG, gut instandgehalten und sorgfältig weiterentwickelt wird.

 

Die gemeinschaftliche Dimension genossenschaftlichen Wohnens wurde dann durch die Besichtigung der „Alten Einsiedelei“ der PWG 1956 eG erfahrbar. Sie wurde ursprünglich als kaiserliche Teestube erbaut und ist heute, nach aufwendiger Renovierung durch die Genossenschaft, wieder als Gemeinschaftsort nutzbar.

In der Gartenstadtsiedlung „Am Schragen“ (ebenfalls PWG 1956) ging es darum, wie historische Quartiere nachverdichtet und energetisch saniert werden können. 

Im „Hesse-Treff“ der WBG 1903 eG wurde gezeigt, wie ein genossenschaftlicher Gemeinschaftsraum zum Begegnungsort für eine ganze Nachbarschaft werden kann. 

Quartiersentwicklung und Nachbarschaft standen ebenfalls im Fokus bei der letzten Station „Alter Markt 6“, wo die Karl Marx mit bezahlbarem Wohnraum und Gewerberäumen für soziale Organisationen eine genossenschaftliche Vision für die neue Potsdamer Mitte entwickelte.

Die Bedeutung genossenschaftlicher Partner für Potsdam betonte dann auch Oberbürgermeisterin Noosha Aubel in ihrer Abschlussrede und verwies auf das neu entstehende Stadtquartier in Krampnitz, bei dessen Entwicklung zur lebendigen Nachbarschaft sie die Genossenschaften in einer Schlüsselrolle sieht. Matthias Brauner vom BBU nahm den Faden auf und erklärte, dass Wohnungsgenossenschaften weiterhin viel für das Wohnen in Potsdam leisten wollen und dies auch können, wenn hierfür ein passender wohnungspolitischer Rahmen gesetzt wird.

Die Genossenschaftstour spannte somit einen Bogen von den Reformideen des 20. Jahrhunderts über den Wohnungsbau der DDR bis zu aktuellen Projekten in Potsdams Mitte, zeigte hierdurch auf, wie eng die Entwicklung der Stadt mit ihren Wohnungsgenossenschaften verbunden ist und auch, was es zukünftig braucht, damit Potsdam weiterhin eine Stadt der Genossenschaften bleibt.Quartiersentwicklung und Nachbarschaft standen ebenfalls im Fokus bei der letzten Station „Alter Markt 6“, wo die Karl Marx mit bezahlbarem Wohnraum und Gewerberäumen für soziale Organisationen eine genossenschaftliche Vision für die neue Potsdamer Mitte entwickelte.